14. Mai 2019

Erstmals seit 2005 sinkende Neuvertragsmieten

Erstmals seit 2005 sind die Neuvertragsmieten im Vergleich des ersten Quartals 2019 zum vierten Quartal 2018 bundesweit um 0,3% gesunken. Das ergibt der Wohnindex Deutschland des Beratungsunternehmens F+B, der Miet- und Kaufpreise für Wohnraum berücksichtigt. Im Jahresvergleich zu Anfang 2018 war noch ein Wachstum der Angebotsmieten um 2% gemessen worden. F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner geht davon aus, dass, „das Wachstum der Neuvertragsmieten aktuell eine Pause einlegt“. Ob sich dieser Trend auch in den nächsten Quartalen festige, sei „wahrscheinlich eine der spannendsten Fragen der Wohnungspolitik überhaupt“.

Die Bestandsmieten befanden sich laut F+B bundesweit im Vergleich von Quartal 1/2019 zum Vorquartal mit 0,4% in einer nur ganz leichten Aufwärtsbewegung. Zum gleichen Vorjahresquartal konnte ein Anstieg um 1,4% festgestellt werden.

Etwas anders sieht es bei den Kaufpreisen aus. Bei den Ein- und Zweifamilien-häusern stiegen die Preise zum Vorquartal 4/2018 um 0,8%. Die Eigentumswohnun-gen setzten sich mit einem Preisanstieg von 2,1% zum Vorquartal wieder an die Spitze. Im Vergleich zum Vorjahresquartal 1/2018 liegen allerdings die Einfamilien-häuser mit 6,1% nahezu gleichauf mit den Eigentumswohnungen (+6,2%). Beide Objektarten übertreffen den Durchschnittswert des F+B-Wohn-Index von 5% deutlich.

 

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