5. April 2019

Enteignungsdebatte schadet Berlin schon heute

Michael Groschek, Präsident des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, blickt mit Sorge auf die aufgeheizte Enteignungsdebatte in Berlin. „In Berlin erleben wir, was passiert, wenn Aktivisten und Bürgerinitiativen die Politik mit den verständlichen Ängsten der Menschen zu irrationalen und nicht erfüllbaren Maßnahmen treiben“, erklärt er und verurteilt die diskutierte Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen als „Scheinlösungen“. „Wir brauchen endlich wieder mehr Stimmen der Vernunft“, sagt Groschek.

Das einzige, was den Wohnungsmarkt wirklich entspanne, seien Neubauten sowie kosteneffiziente und sozialverträgliche Modernisierungsstrategien. Die Enteignungsdebatte schade dem Standort Berlin schon heute. „Die Politik muss deshalb dem unwägbaren und kontraproduktiven „Abenteuer“ Verstaatlichung endlich geschlossen eine klare Absage erteilen“, fordert er. Gleichzeitig müsse Berlin ein breites Aktionsbündnis mit der gesamten Wohnungswirtschaft schließen, „um gemeinsam wirklich zielführende und tragfähige Lösungen für eine sozial verantwortliche Mieten-, Modernisierungs- und Neubaupolitik verbindlich zu vereinbaren.“

Zurück